Das sind die Gewinner der SAGA-Awards

Drone Swarm hat beim ersten StyriAn Games Award – vergeben von GameDev Graz und der WKO – den Jury-Preis gewonnen. Der Publikumspreis geht an Goliath VR. Außerdem nominiert: A Hole New World, Subwords und Pixel Soldier.

Drone Swarm (Gewinner)

In Drone Swarm schlüpft man gleich in mehrere Rollen. Mehrere Tausend, um genau zu sein. Das österreichische Entwicklerteam stillalive studios bringt den Spieler als Kommandant eines Raumschiffes hinaus ins All und drückt ihm einige Drohnen in die Hand. Einige Tausend.

Mit dem Ziel, neue Lebensräume für die Menschheit zu erschließen, durchforscht man nun die Weiten des Weltraums. Hierbei kann man friedlich und diplomatisch vorgehen oder mit seinen Drohnen in den Angriffsmodus übergehen. Durch einige feindlich gesinnte Alienrassen bleibt einem manchmal auch gar keine andere Wahl. Man muss allerdings aufpassen, damit man nicht die Kontrolle über den Schwarm verliert.

Goliath VR (Publikums-Award)

Mit Goliath VR gab es neben Subwords noch einen weiteren Einzelbeitrag. Wolfgang Tschauko entwickelte das Spiel quasi im Alleingang und schuf eine besondere Kombination aus Virtual Reality und Koop-Erlebnis. Zwei Spieler übernehmen die Kontrolle über Goliath bzw. David. Wie in der Bibelgeschichte unterscheiden sich die beiden durch die Größe. Und genau hier liegt der Knackpunkt:

Statt sich zu bekämpfen, müssen die beiden zusammenarbeiten, um aus einer Lavahöhle zu entkommen. Goliath wird durch die Körperbewegungen des einen Spielers gesteuert, während der andere Spieler David per Maus und Tastatur bewegt. Der riesige Goliath muss nun dem kleinen David mittels seines Körpers helfen, erhöhte Plattformen zu erreichen, Feuerbälle abzuwehren, Münzen und Schlüssel zu sammeln und schließlich die Höhle zu verlassen. Eine Koop-Challenge vom Feinsten.

A Hole New World

A Hole New World? Aladdin-Fans werden mit „A dazzling place I never knew” antworten. Doch das soll nicht das Thema sein. Vielmehr stürzen wir uns kopfüber in das Spiel von Mad Gear Games aus Spanien, das ganz nebenbei auch noch Finalist der Three Headed Monkey Awards ist. Und ja, „kopfüber“ ist hier durchaus angebracht.

Als Tränkemeister muss man nämlich Monster aus der Kopfstehenden Welt bekämpfen. Und das nur mittels seiner Tränke und der Feenbegleiterin Fäy. Wem das zu schwer ist, der hat leider Pech gehabt. Ganz bewusst verzichtet das Spiel auf Tutorials und den Easy Mode. Seit dem 19. Mai kämpft man sich in NES-Grafik über den Bildschirm, mal kopfüber, mal nicht, um einen Boss nach dem anderen niederzuringen. Also doch ein bisschen wie beim damaligen Aladdin-Spiel. Nur halt manchmal auf dem Kopf.

Subwords

Auch der Voitsberger Software Developer Klemens Strasser schickte ein Spiel ins Rennen. In seinem iOS-Game Subwords, werden Wörter verschiedener Kategorien in ihre Einzelteile zerlegt. Der Spieler muss diese dann je nach Spielmodus ganz entspannt oder hektisch auf Zeit wieder zusammensetzen. Subword ist jedoch kein reines Single-Player-Spiel.

Über das GameCenter kann man seine Freunde auch online herausfordern. Auch ein lokaler Multiplayer (z.B. an einem iPad) steht zur Verfügung. Einem gemeinsamen Training der grauen Zellen steht also nichts mehr im Weg. Der SAGA Award wäre jedoch nicht Strassers erste Auszeichnung gewesen. Bereits 2015 konnte er mit seinem Spiel Elementary Minute die Apple Design Awards für sich entscheiden.

Pixel Soldier

Das österreichische Entwickler-Duo hinter Accidently Awesome Studios war mit Pixel Soldier am Start. Das Run’n’Gun-Spiel im klassischen GameBoy-Look kommt actiongeladen daher. Ganz was Feines für den Nostalgiker. Der Spieler kämpft sich durch eine Horde Monster und hält sich dabei im Rahmen des Bildschirms auf. Soll heißen: Man bewegt sich nicht nach rechts oder links, um die Spielwelt zu erweitern.

Um nicht allzu viel Statik zu erzeugen, kann man aber zu jeder Seite des Bildschirms springen, sei es jetzt nach rechts, nach links oder einmal quer auf die andere Seite. Bereits im Oktober letzten Jahres kam die Idee dazu im Zuge des GBJAM5 auf und steht nun in den Startlöchern für den Release.

Autor/Autorin

Clemens Istel

Schon als Kind hatte Clemens lieber den MegaDrive Controller als das Fläschchen in der Hand. Rund ein Vierteljahrhundert macht er bereits virtuelle Welten unsicher. Ob RPG oder FPS, kaum ein Genre ist vor ihm sicher. Selbst im ESport hat der "Head of Head off" von Screaming Pixel seine Erfahrungen gesammelt. Grundsätzlich gilt für ihn: Je openworlder, desto zock!