Monster Hunter World Beta angespielt

Gigantische Monster, gigantische Waffen und die spannende Frage, wer von beiden als Sieger aus einem epischen Duell hervorgeht. Wir haben das und noch mehr in der offenen Beta von Monster Hunter World herausgefunden.

Schon der Startbildschirm verspricht Kämpfe von bis dato unerreichten Proportionen. Der T-Rex-ähnliche Anjanath und der drachenartige Rathalos brüllen einander um die Wette an.
Höchste Zeit, dass wir unsere Vorfreude in der offenen Beta ausleben. Drei Jagdmissionen stehen zur Verfügung. Groß-Jagras, der schwer gepanzerte Barroth und Anjanath höchstpersönlich sind die Ziele. Im dynamischen Ökosystem von Monster Hunter World sind aber noch jede Menge andere Tiere unterwegs.

Klein, aber oho!

Die kleinsten Lebewesen sind zugleich auch die wichtigsten. Ein Schwarm Leuchtkäfer hilft uns, die Spur unseres aktuellen Jagdziels aufzunehmen. Dabei reagieren sie auf Fuß-, Schleif- und Schleimspuren. Je mehr Hinweise die Spähkäfer bekommen, umso dichter wird der Schwarm, ehe er schließlich losschwirrt und uns direkt zum gesuchten Monster führt.

Palicos sind Begleiter in Monster Hunter World

Beim Looten fällt auch immer ein Leckerli für unseren treuen Begleiter ab

Die Ausdauer etwaiger Mitspieler hielt sich während unserem Test in Grenzen. So haben wir die meiste Zeit im Solomodus verbracht, in dem uns “nur” sogenannte Palicos als Gefährten zur Seite stehen. Die niedlichen Katzenwesen haben wie der Hauptcharakter ein eigenes Set an Ausrüstung und Fähigkeiten. Beispielsweise heilen sie uns, wenn die Lebenspunkte bedrohlich sinken.

Im Schlachtgetümmel fallen die nützlichen Skills zunächst nicht auf. Hat man sich an die Action gewöhnt, entdecken wir unsere Mietze plötzlich auf dem Rücken eines jungen Jagras reitend. Katzen sind wohl auch in der virtuellen Welt besitzergreifend. Der Jagras-Nachwuchs kämpft nun auf unserer Seite. Nach erfolgreicher Jagd bekommt unser Fellknäuel dann auch eine lecker Jagras-Wurst als Dankeschön.

Per Sprungattacke können wir in Monster Hunter World auf unsere Ziele springen und sie so attackieren

Nicht nur unser Begleiter, auch der Spieler selbst kann auf Monster aufspringen – wie hier auf den Groß-Jagras

In der Wildnis warten auch noch andere Gehilfen, die ein Monster beispielsweise fesseln, blenden, oder betäuben können. Darüber hinaus können wir die Umgebung selbst zu unserem Vorteil nutzen: Monster gezielt in eine Rankenfalle locken, ihnen Steinbrocken auf den Kopf knallen lassen oder sie zum Rammbock umfunktionieren, um versteckte Levelabschnitte zu öffnen.

Überraschung

Während das Kleinvieh meist nur als Futter für größere Monster oder Reittier für unseren Katzengehilfen dient, kommt es dank des dynamischen Ökosystems von Monster Hunter World auch zu einigen spektakulären Zwischenfällen. Frequentieren zwei Kreaturen das selbe Gebiet, platzt die eine mitunter in unsere Jagdquest für die andere.

Die Wildhüterin, die als Live-Tutorial fungiert, weist uns in einem solchen Fall darauf hin, dass wir uns auf unser Ziel konzentrieren sollen. Dummerweise interessieren sich die mürrischen Monster selten für unsere Interessen. Schnaubend und brüllend stürmen sie aufeinander los. Wir sollten das zu unserem Vorteil nutzen, meint der optimistische Tool-Tipp. Leichter gesagt, als getan, wenn sich die zwei Giganten wie Sumo-Ringer über uns drüberwälzen.

Ein zweites Monster mischt sich in unseren Kampf ein

Mischt sich ein weiteres Monster in unsere Jagd, kann das entweder hilfreich sein oder zu absolutem Chaos führen

Zu allem Überfluss gleitet auch noch ein riesiger Schatten über den Boden. Ob Nergigante auch noch auf einen Snack vorbei kommt? Dieses Mal nicht. Zwar mischen während unserem Testlauf in beinahe der Hälfte der Kämpfe noch andere Monster mit, es bleibt aber stets bei einem Duell zwischen zwei Kreaturen. Damit haben wir ohnehin alle Hände voll zu tun.

Apropos Hände voll

Für Einsteiger empfiehlt sich zunächst der Blick in die Trainingsstätte. Monster Hunter World bietet eine Vielzahl an Waffen und jede spielt sich anders. Ein Schwert hat beispielsweise in puncto Schnelligkeit gravierende Vorteile gegenüber einem Hammer. Dafür teilt letzterer gegen den gepanzerten Barroth wieder mehr Schaden pro Treffer aus.

Jede Waffe in Monster Hunter World spielt sich anders

In Ruhe trainieren, ganz ohne lästige Monster

Je nach Waffe stehen zudem unterschiedliche Angriffsserien zur Verfügung, die wir uns in der Übungsarena in Ruhe einprägen können. Während der Beta haben wir bereits einigermaßen starke Ausrüstungsgegenstände im Inventar. Bis wir jedoch im fertigen Spiel auf so ein Arsenal zurückgreifen können, sollten wir die einzelnen Combos beherrschen, um zum Erfolg zu kommen. Spätestens im Endgame wird wahlloses Button-Mashing nicht mehr reichen.

Das bringt uns direkt zu den offenen Fragezeichen, die wir während der Monster Hunter World Beta nicht klären konnten. Welche Rolle spielt das Crafting und wie aufwändig wird die Beschaffung der nötigen Materialien? Innerhalb der Beta konnten wir zwar bereits diverse Pflanzen, Metalle und Jagdtrophäen sammeln, sobald einer der 20-minutenlangen Aufträge abgeschlossen ist, starten wir aber wieder bei Null und die gesammelten Items sind verschwunden. Können wir uns in der offenen Welt auch ohne Jagdauftrag frei bewegen, um Rohstoffe zu farmen?

Für Barroths Panzerung braucht es das richtige Werkzeug

Barroth ist dank seiner Panzerung hart im Nehmen

Wieviele Monster werden die Welt bevölkern? Auf der offiziellen Homepage sind vier große Gebiete mit einigen ihrer Bewohner gelistet. Sind das alle Schauplätze und Monster? Wie werden wir uns durch die Welt bewegen? Zumindest ein Enterhaken wurde bereits als Mehrzweckwerkzeug in einem früheren Gameplay-Video vorgestellt. Wir bleiben gespannt. Am 26. Jänner 2018 beginnt die Jagd auf Playstation und XBox. Eine PC-Version soll in noch nicht näher definiertem Abstand folgen.

Die Monster Hunter World Beta spielte sich schon sehr kurzweilig. Eine intuitive Steuerung und die liebevoll gestaltete Spielwelt machen Lust auf mehr. Ob auch die Story rund um die Monsterjagd so groß inszeniert wird, wie die Tierchen selbst, bleibt noch abzuwarten. Für den 5. Jänner 2018 kündigte Capcom einen Livestream auf Youtube mit neuen Infos an.


Bildmaterial: © Capcom

Autor/Autorin

Clemens Istel

Schon als Kind hatte Clemens lieber den MegaDrive Controller als das Fläschchen in der Hand. Rund ein Vierteljahrhundert macht er bereits virtuelle Welten unsicher. Ob RPG oder FPS, kaum ein Genre ist vor ihm sicher. Selbst im ESport hat der "Head of Head off" von Screaming Pixel seine Erfahrungen gesammelt. Grundsätzlich gilt für ihn: Je openworlder, desto zock!